Der U-Turn

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    Beim U-Turn soll dein Hund sich einmal um 180 Grad drehen und zügig in die entgegen gesetzte Richtung loslaufen. Dabei ist es optimal, wenn dein Hund nicht nur auf dem Absatz kehrt macht, sondern wenn er tatsächlich ein kleines „U“ läuft. Gerade, wenn du den U-Turn bei entgegen kommenden Hunden einsetzt, hat das nämlich den Vorteil, dass dies körpersprachlich eine deeskalierende Botschaft sendet. Außerdem geht so eine Wendung nicht so sehr auf die Gelenke.

    Der Aufbau ist ganz einfach:

    • geh mit deinem Hund bei dir gemütlich in eine Richtung
    • sag deutlich dein Wortsignal für den U-Turn (turn, kehrt, Rückzug o.ä.)
    • halt ein Leckerchen vor die Hundenase und führe ihn im Bogen herum
    • lauft gemeinsam ein paar Schritte in die andere Richtung
    • gib deinem Hund das Leckerchen, gern indem du es ein Stück weit kegelst

    Achte dabei darauf, dass sich dein Hund um dich herum dreht und du also nicht in ihn hinein läufst oder ihn wegdrängst. Hat dein Hund die Verknüpfung zwischen dem Wortsignal und der folgenden Wendung hergestellt hat, kannst du dazu übergehen, das Lockmittel wieder auszuschleichen. Dafür musst du deinen Hund genau beobachten und den Moment mit deinem Marker einzufangen, in dem dein Hund selbständig zum Wenden ansetzt:

    • geh mit deinem Hund bei dir gemütlich in eine Richtung
    • sag deutlich dein Wortsignal
    • dein Hund reagiert – selbst wenn er erstmal nur den Kopf zu dir dreht
    • diesen Ansatz mit dem Marker einfangen
    • wie zuvor loslaufen und belohnen

    Wichtig beim U-Turn ist, dass dein Hund ihn wirklich mit Spaß und flottem Laufen in die andere Richtung verbindet. Du darfst deinen Hund gerne anfeuern, selbst ein bisschen mitlaufen und Belohnungen in neuer Bewegungsrichtung werfen.

    Nachdem dein Hund das Grundprinzip verstanden hat, muss es nun noch ausgebaut und generalisiert werden. Übe den U-Turn also mit langsam steigender Ablenkung in unterschiedlichen Situationen. Außerdem kannst du mit der Zeit immer mehr Abstand zwischen dich und deinen Hund bringen. Wie immer gilt auch hier das Prinzip: Gestalte Trainingssituationen immer so, dass dein Hund es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit richtig machen kann und mache dabei immer nur eine Sache gleichzeitig schwieriger.