Die Belohnungsliste

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    Für eine zuverlässige Leinenführigkeit ist es wichtig, den Hund hochwertig, abwechslungsreich und vor allem bedürfnisgerecht zu belohnen. Warum sollte er sich sonst dafür entscheiden, neben uns zu laufen, wenn er gerade viel lieber rennen, spielen oder schnüffeln möchte? Dagegen kommen Kekse und Streicheleinheiten allein auf Dauer nicht an. Was wirklich eine Belohnung ist und dazu führt, dass ein Verhalten öfter gezeigt wird, entscheidet letztendlich dein Hund.

    Wir brauchen also ein kleines Repertoire an richtig tollen Belohnungen, die zu den “Hobbies” deines Hundes passen. Dabei hilft uns eine sogenannte “Belohnungsliste”. Du kannst dir entweder selbst eine basteln, oder du druckst dir die unten herunterladbare Vorlage von mir aus.

    Auf dieser Liste sammelst du nun mindestens 20 Dinge, die dein Hund gerne tut. Überlege oder beobachte mal, was dein Hund so den lieben langen Tag machen würde, wenn er könnte, wie er wollte. Da wir hier ja konkret für die Leinenführigkeit überlegen, konzentriere dich am besten gleich darauf, was dein Hund draußen auf den Spaziergängen gerne tut. Auf dem Sofa kuscheln ist zwar ne schöne Sache, wird uns aber hier leider nicht weiterhelfen. Ansonsten darf aber wirklich ALLES mit auf die Liste, egal ob dein Hund es darf oder nicht. Das heißt, da darf auch “Hasen hetzen”, “Vögel aufscheuchen” oder “Pipistellen abschnüffeln” mit drauf!

    Auch auf die Liste dürfen Dinge, die dein Hund mit dir zusammen gern tut – spielen, rennen, Ball holen … – und welche Arten von Futterbelohnungen er am tollsten findet – Kekse fangen, Leberwurst schlecken…

    Sind dir 20 Hobbies deines Hundes eingefallen? Dann ist der nächste Schritt, dass du dir ein bisschen Gedanken darüber machst, was für deinen Hund besonders toll ist. Überlege, was er jeweils lieber tun würde – Vogel aufscheuchen oder Leberwurst schlecken? Pipistelle abschnüffeln oder mit einem Seil zergeln? Bringe deine Liste in eine grobe Reihenfolge von 1. – dafür lässt er alles stehen und liegen – bis 20. – das findet er ganz nett, wenn sonst nichts passiert.

    Dann geht es daran, aus dieser Liste Belohnungen abzuleiten. Eine erste Einordnung kannst du über die Spalten “erlaubt?” und “mit dir?” vornehmen. Kreuze hier an, welche Hobbies dein Hund eh schon mit oder von dir bekommt und welche Hobbies leider nicht erlaubt werden können.

    In der letzten Spalte kannst du dir nun noch notieren, wie du dieses Hobby als Belohnung einsetzen kannst. Gerade bei den nicht erlaubten Hobbies gilt es, sich Alternativen zu überlegen. Welche Motivation steckt hinter dem Verhalten und was kannst du deinem Hund anbieten, das dem zumindest nahe kommt? Kann dein Hund statt den Hasen zum Beispiel ein Spielzeug hetzen?

    Du kommst nicht auf 20 Hobbies, oder bei der Umsetzung als Belohnung hakt es? Kein Problem! Zusammen werden uns bestimmt noch ein paar tolle Belohnungen für deinen Hund einfallen.

    Download: Vorlage Belohnungsliste als pdf