Positionen benennen

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    Es gibt Situationen, in denen es doch ganz praktisch wäre, wenn dein Hund sich auf Signal in eine bestimmte Position zu dir oder zum Weg begibt. Hier ein paar Beispiele:

     

    • neben dem Menschen laufen
    • hinterm Menschen laufen
    • zwischen den Beinen einparken
    • zum Wegesrand gehen
    • aus Feld/Wald/Wiese wieder auf den Weg kommen

    Vielleicht fallen dir selbst ja noch weitere Positionen ein, die du praktisch fändest oder die dir und deinem Hund in bestimmten Situationen helfen können. Auf der anderen Seite brauchst du dir aber keinen Stress machen: Nein, du musst das nicht unbedingt alles einzeln aufbauen, benennen und generalisieren! Du kennst ja bereits die Führhand und kannst so manches auch einfach damit machen, ohne dass ihr ein eigenes Signal für die Position brauchst.

    Fragst du aber bestimmte Positionen öfter ab, lohnt es sich vielleicht doch, ein eigenes Wortsignal hinzu zu nehmen. Wie das geht, erkläre ich dir jetzt:

     

    Der Aufbau

    Schritt 1

    Als erstes muss – wie bei jedem strukturierten Aufbau von Signalen – das gewünschte Verhalten geübt werden. Wir geben in diesem Schritt noch kein Wortsignal! Überlege dir für die ausgewählte Position zunächst, wie du deinen Hund am geschicktesten in diese bekommst. Du kannst zum Beispiel die Führhand nutzen, mit Leckerchen locken oder an die gewünschte Stelle, zu der sich dein Hund bewegen soll, ein paar Leckerchen werfen.

    Belohne deinen Hund ruhig großzügig dafür, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt bzw. die gewünschte Position einnimmt und hält. Übe das einige Wiederholungen lang, bis du dir sicher bist, dass du recht leicht das gewünschte Verhalten von deinem Hund bekommst und er grundsätzlich eine Idee davon hat, worum es geht.

     

    Schritt 2

    Nun kannst du schon das Wortsignal hinzu nehmen:

    • Wortsignal geben, bevor du irgendwas anderes tust
    • direkt danach genau wie zuvor tun, was das erwünschte Verhalten bei deinem Hund auslöst
    • in Position großzügig belohnen
    • ggf. Freigabesignal geben

    Durch diese Abfolge verbindet dein Hund im Laufe der Zeit das Wortsignal mit dem folgenden Verhalten. Es geht hier einfach um die Erwartungshaltung deines Hundes.

     

    Schritt 3

    Nun sollen noch die Hilfestellungen abgebaut werden. Das heißt, dass du Lockmittel und Lockbewegungen langsam ausschleichst. Achte außerdem genau darauf, ob dein Hund schon nach dem Wortsignal selbständig Ansätze des Verhaltens zeigt und marker und belohne dieses Verhalten. Belohne dann in der gewünschten Position. Wir arbeiten also nach dem Prinzip “click for action, feed in position” oder zu Deutsch “Marker für die Bewegung, Füttern in der Position”.

     

    Schritt 4

    Zu guter Letzt muss das Signal nun noch generalisiert, also in vielen verschiedenen und zunehmend schwierigeren Situationen geübt werden. Achte darauf, dass dein Hund immer eine sehr gute Chance hat, es richtig zu machen – passieren öfter Fehlversuche, mache die Übung wieder etwas leichter oder schau nochmal genau darauf, wie hochwertig deine Belohnungen sind.

    Hilf deinem Hund im Zweifelsfall lieber nochmal mit einer kleinen Lockbewegung in die Position. Das ist immer noch deutlich besser, als wenn dein Signal im Sand verläuft.

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